Krampfadern gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Venensystems und betreffen vor allem die Beine. Betroffene leiden häufig unter Schmerzen, Schwellungen und einem unästhetischen Aussehen der Beine. Eine Möglichkeit der Krampfaderbehandlung ist die endovenöse Lasertherapie. In diesem Artikel werden die Ursachen von Krampfadern, die Notwendigkeit einer Behandlung, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile näher erläutert.

Was Sie wissen müssen:

  • Wir bieten das Verfahren der endovenösen Lasertherapie an.
  • Erkrankungen: Krampfadern
  • Eingriff: minimal-invasiv, Verschließung der Vene mittels Laserkatheter

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Welche Ursachen haben Krampfadern am Bein?

Krampfadern entstehen, wenn die Venenklappen, die normalerweise verhindern, dass das Blut in den Beinvenen zurückfließt, nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch kommt es zu einem Blutstau in den Venen, was dazu führt, dass sich die Venen erweitern und schlängeln. Zu den Ursachen, die zu Krampfadern führen können, gehören unter anderem eine angeborene Schwäche des Bindegewebes, eine berufliche Tätigkeit, bei der man lange stehen oder sitzen muss, sowie Übergewicht und Bewegungsmangel.

Wann ist eine Krampfaderbehandlung sinnvoll oder notwendig?

Eine Krampfaderbehandlung ist in der Regel dann sinnvoll, wenn die Krampfadern Beschwerden verursachen oder kosmetisch störend sind. Zu den typischen Beschwerden bei Krampfadern gehören Schmerzen, Schwellungen, Juckreiz und Schweregefühl in den Beinen. Eine Behandlung kann aber auch dann notwendig sein, wenn es zu Komplikationen wie Venenentzündungen, Venenthrombosen oder offenen Beinen (Ulcus cruris) kommt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für die Krampfaderbehandlung?

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Krampfadern. Die Wahl der Behandlung hängt unter anderem vom Schweregrad der Erkrankung, den Beschwerden und den individuellen Risikofaktoren ab. Zu den gängigen Behandlungsmethoden gehören die klassische chirurgische Stripping-Operation, die Verödungstherapie mit Schaum, sowie die endovenöse Lasertherapie.

Die endovenöse Lasertherapie ist eine schonende und minimalinvasive Behandlungsmethode, bei der die betroffene Vene von innen durch die Anwendung von Hitze verschlossen wird. Dabei wird eine dünne Lasersonde in die Vene eingeführt, die mittels Laserenergie die Vene von innen verödet. Im Anschluss wird die Vene vom Körper selbst abgebaut. Die endovenöse Lasertherapie ist in der Regel sehr gut verträglich und wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Welche Risiken bestehen bei den jeweiligen Behandlungsmethoden?

Bei jeder Behandlungsmethode gibt es spezifische Risiken und Komplikationen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile, ihre Grenzen und Komplikationsrisiken.

Endovenöse Lasertherapie und Radiofrequenzablation:

  •  Vorteile:
    • Minimal-invasive Methode, die in der Regel ambulant durchgeführt werden kann
    • Geringe Schmerzen und schnelle Genesung
    • Gute Erfolgsquote und hohe Patientenzufriedenheit
    • Verhältnismäßig kleiner Eingriff, keine Vollnarkose nötig
    • Keine Narbenbildung
    • Geringes Risiko für Blutungen und Infektionen
  • Nachteile:
    • Nicht für alle Krampfadertypen geeignet, vor allem sehr große Venen können damit u.U. nicht ausreichend behandelt werden
    • Stark geschlängelte Venenverläufe können die Passage der Sonde behindern
    • Evtl. Schmerzen, Juckreiz oder Verhärtungen an der behandelten Stelle
    • In seltenen Fällen Nervenschädigungen, vor allem am Unterschenkel
  • Spezifische Risiken:
    • Verbrennungen der Haut
    • Nervenschädigungen
    • Tiefe Beinvenenthrombose durch Hitzeschädigung an der Mündung möglich
    • Thrombosen der oberflächlichen Venen

Schaumsklerosierung:

  • Vorteile:
    • Minimalinvasive Methode, die in der Regel ambulant durchgeführt werden kann
    • Geringe Schmerzen und schnelle Genesung
    • Günstigere Kosten im Vergleich zu anderen Methoden
    • Kein großer Eingriff, keine Vollnarkose nötig
    • Keine Narbenbildung
  • Nachteile:
    • Nicht für große Venendurchmesser geeignet
    • Kann Schmerzen, Juckreiz und Verfärbungen an den behandelten Abschnitten verursachen
    • Erfolgsquote nicht so hoch wie bei anderen Methoden
    • Nicht für Patienten mit allergischen Reaktionen auf das verwendete Medikament geeignet
  • Spezifische Risiken:
    • Allergische Reaktionen auf das verwendete Medikament
    • Thrombosen
    • Gelegentlich Kopfschmerzen nach dem Eingriff

Klassisch chirurgisches Varizenstripping:

  • Vorteile:
    • Für alle Krampfaderarten geeignet
    • Langjährig erprobtes Verfahren
    • Kann auch bei stark ausgeprägten Krampfadern angewendet werden
  • Nachteile:
    • Großer Eingriff, der in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt wird
    • Deutlich längere Genesungszeit im Vergleich zu minimalinvasiven Methoden
    • Höhere Schmerzen im Vergleich zu anderen Methoden
    • Höheres Risiko für Blutungen, Infektionen und Nervenschädigungen
    • Narbenbildung
    • Nicht geeignet für Patienten mit hohem Operationsrisiko (z.B. aufgrund von Vorerkrankungen)
    • Kann zu Rezidiven (erneutem Auftreten der Krampfadern) führen
  • Risken:
    • Nervenschädigungen
    • Wundheilungsstörungen
    • Blutungen und Infektionen
    • Thrombosen
    • Aufwendige, teilweise schmerzhafte Erholung

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Foto: @pixabay


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